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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Voorde
Durch Beschluss der Gemeindeversammlung von Voorde vom 23.05.1889 war die Freiwillige Feuerwehr Voorde gegründet worden. Das Statut wurde vom Königlichen Landrat zu Bordesholm genehmigt.
Am 04.06.1889 beschloss die Gemeinde zur Anschaffung der Ausrüstung mit einem Zubringer (Spritze) 2000 Mark auszuleihen und diese Summe mindestens 20 Jahre abzutragen.
Gemäß §§ 5 und 10 des Statuts wurden vorläufig gewählt
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zum Hauptmann stellv. Hauptmann Schriftführer und Kassierer Spritzenmeister Steigerführer Spritzenführer Rettungsführer
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Heinrich Volbehr H.F. Effland W. Biernatzki C.H. Timm Chr. Plambeck C.H. Delfs J. Mordhorst
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Am 03.05.1890 traf man sich zur 1. Außerordentlichen Corps-Versammlung. Anwesend waren alle Mitglieder, nämlich die o. a. Gründer in den genannten Funktionen sowie die Spielmänner J. Hauschildt und J. Raabe und die Feuerwehrmänner H. Ehmke, W. Heitmann, G. Voss, J. Ströh, P. Teschau, A. Ehmke, H. Delfs, J. Adler, H. Bade, J. Schenkewitz, W. Brandt, J. Sellmer, H. Albert, J. Jürs, H. Rieper sen., H. Mordhorst, H. Rieper jun., E. Wienrodt, C. von Pein und F. Schambortzki.
Es wurde unter anderem beschlossen, daß von März bis Oktober jeweils an jedem letzen Sonntag im Monat, nachmittags um vier Uhr, eine Übung abgehalten werden sollte. Wer bei einer Übung fehlte, mußte 50 Pfennig Strafe, wer zu spät kam, 10 Pfennig Strafe zahlen. Die Strafen konnten vom Hauptmann erhöht werden. Außerdem wurde ein Ehrengericht gewählt.
Gekauft wurde dann eine Zubringer-Spritze, die noch mit der Hand bedient werden musste, von der Fa. Kurtz in Stuttgart zum Preis von 1.113,00 Mark, inklusive 180 Meter Druckschlauch.
Auf der Corps-Versammlung am 31.01.1892 wurde beschlossen, dass der Stiftungstag am 14.02.1892 mit einem Tanzvergnügen gefeiert werden sollte. 4 Tanzordner und 2 Eingangswärter wurden gewählt. Das Ende des Balles wurde auf 3 Uhr bestimmt.
Der Feuerwehrdienst nahm nun seinen Lauf. Regelmäßige Übungen, Einsätze und Corps-Versammlungen bestimmten den Alltag bis 1914. Während des 1. Weltkrieges waren viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen; es wurden keine Aufzeichnungen mehr gefertigt. Wie es um das Feuerlöschwesen bestellt war, wissen wir also nicht. Die nächste aufgezeichnete Corps-Versammlung fand am 14.04.1920 statt. Das Wehrleben wurde nun kontinuierlich bis zum 2. Weltkrieg fortgesetzt. Einsätze, Übungen und auch Festlichkeiten bestimmten aber auch in dieser Zeit das Wehrleben.
Auf der Generalversammlung vom 28.01.1931 wurde ein jährliches “Knackwurstessen” beschlossen. Dieses fand 1931 am 28. Juni statt. Vor dem Essen sollte eine Fußtour über Böhnhusen, Techelsdorf, Grevenkruger Gehölz und Rotenhahn erfolgen. Gleichzeitig wurde auf dieser Versammlung bekanntgegeben, dass gemäß Verfügung des Landratsamtes im Jahr 12 Übungen, davon 8 praktische und 4 theoretische, stattzufinden haben. 1937 erhielt die Wehr Voorde dann einen Spritzenanhänger mit einer DKW-Motorspritze, der gerade noch in das damalige Gerätehaus am Mühlenberg passte.
Freiwillige Feuerwehr Voorde 1938
Die letzte aufgezeichnete Versammlung während des 2. Weltkrieges fand am 21.06.1941 statt. Danach konnte wohl nur, den Verhältnissen entsprechend, ein improvisiertes Wehrleben stattfinden. Für die nicht eingezogenen Kameraden waren auch in Voorde harte Jahre zu meistern. Nach Erhalt eines LF 8 TSA (Löschgruppenfahrzeug mit einem Tragkraftspritzenanhänger) musste die Freiwillige Feuerwehr Voorde sogar nach Hamburg, um dort bei Löscharbeiten nach großen Bombenangriffen zu helfen. Nach Ende des Krieges begann man gleich wieder die Arbeit in der Feuerwehr aufzunehmen. Die erste Versammlung fand am 19.04.1947 statt.
1956 beschloss man für die Jugendlichen in der Wehr, dass diese alle 2 Wochen üben sollten, damit auch der Einsatz dieser Kräfte im Ernstfall voll gewährleistet ist. Neu eingeführt wurde, dass beim Ausrücken zum Einsatz am Gerätehaus eine schriftliche Mitteilung über den Einsatzort zu hinterlassen ist. Noch heute wird der Einsatzort an eine Tafel geschrieben. Das LF 8 TSA war im Gerätehaus am Mühlenberg / Ecke Hörn untergebracht. Ebenfalls gehörten ein Feuerlöschteich und ein Schlauchturm dazu. 1957 wurde der Schlauchturm wegen Baufälligkeit abgebrochen, der Teich später zugeschüttet.
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Im Februar 1962 war die Wehr anläßlich der Flutkatastrophe an der Westküste eingesetzt. Am 18.07.1964 wurde das 75. Jubiläum der Wehr gefeiert. Höhepunkt der Feier war die Weihe der Fahne, die für 1.000 DM, aufgebracht durch Spenden, gekauft worden war. Am 28.09.1967 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Voorde vom Katastrophenschutz zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug TLF 16. Da die Gemeinde Flintbek keine beheizbare Garage zur Verfügung stellen konnte, die wegen des im Fahrzeug eingebauten Wassertanks erforderlich war, errichteten die Kameraden der Wehr in Eigenleistung innerhalb von vier Wochen auf dem Gelände der Firma Knopf-Amelow eine neue Garage. Im darauf folgenden Jahr wurde von den Mitgliedern das aus dem Jahr 1943 stammende LF 8 TSA in Eigenarbeit überholt. Dieses Fahrzeug wurde aufgrund seines hohen Alters von den Mitgliedern als “Oma” bezeichnet. Auf der Jahreshauptversammlung 1972 legte Ortswehrführer Johannes Knopf- Amelow sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Zum neuen Wehrführer wurde sein Stellvertreter Uwe Conle einstimmig gewählt. Neuer Stellvertreter wurde Georg Langbehn.
Besonderer Höhepunkt des Jahres 1973 war am 06.12.1973 die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LF 16 als Ersatz für die mit Recht nun altersschwachen “Oma”, dem LF 8 TSA. Wegen des Fahrzeuggewichts musste im Gerätehaus ein neuer Betonboden geschüttet werden. Der Tragkraftspritzenanhänger des LF 8 wurde zum Anhänger für Schaumangriffe mit einer Leistung von 4.000 Litern Löschschaum umgerüstet. Die Ausstattung des LF 16 konnte dann im Jahre 1974, teils durch Spenden, um eine Motorsäge, ein Schneidbrenngerät, einen Greifzug, vier Preßluftatmer und um eine 3-teilige Schiebeleiter erweitert werden. Am 11.08.1975 rückte das TLF 16 mit Besatzung und dem Feldkochherd in das Waldbrandgebiet nach Gifhorn aus. Es wurde die dort bei der Bekämpfung der Waldbrände eingesetzte Wasserförderbereitschaft aus Flensburg mit Verpflegung versorgt. Im Winter 1978/1979 mussten wegen der Schneekatastrophe viele Einsätze gefahren werden. Am 04.12.1979 wurde der damalige Wehrführer Uwe Conle zum Amtswehrführer gewählt, seine Nachfolge trat Armin Arend an.
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100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Voorde
Der Grundstein für den Neubau des jetzigen Gerätehauses auf dem Grundstück Ecke Langstücken / Am Krähenholz konnte am 30.05.1980 gelegt werden. Die aktiven sowie einige fördernde Mitglieder leisteten unter der Leitung von Arno Gau einen großen Beitrag beim Bau durch ihre Eigenleistung. Insgesamt 3000 Arbeitsstunden wurden erbracht, dieses entsprach einer Eigenleistung im Wert von 50.000 DM. Die Einweihung des neuen Hauses konnte schon am 09.05.1981 stattfinden. Die beiden Einsatzfahrzeuge waren nun unter einem Dach untergebracht, im Schulungsraum konnte die theoretische Ausbildung stattfinden und sanitäre Einrichtungen waren endlich vorhanden. Ein weiteres freudiges Ereignis ergab sich dann kurz vor Weihnachten 1984. Für das seit 21 Jahren in der Voorder Wehr stationierte TLF 16 des Katastrohenschutzes erhielt die Wehr am 17.12.1984 ein neues LF 16 TS, ein Löschfahrzeug, das im Heck zusätzlich eine Tragkraftspritze hat. Dieses Fahrzeug wird auch heute noch eingesetzt. Nach 18 Jahren als Wehrführer verzichtet Armin Arend auf eine erneute Kandidatur. Zum Nachfolger wird am 23.01.1998 Udo Johannsen gewählt, zu seinem Stellvertreter wählt die Mitgliederversammlung Arno Gau. Das LF 16 aus dem Jahre 1973 wird am 23.10.1999 von der Gemeinde Flintbek durch ein LF 16/12 ersetzt. Der vom Katastrophenschutz untergestellte Einsatzleitwagen und der Feldkochherd werden neben ihren überörtlichen Einsatzzwecken auch für kommunale Aufgaben mitverwendet.
Am 23.01.2004 finden Neuwahlen zum Wehrvorstand statt. Udo Johannsen wird als Ortswehrführer bestätigt, zum Stellvertreter wird der bisherige Gruppenführer Martin Postler gewählt.
Im Februar 2010 wird der Stellvertretender Ortswehrführer Martin Postler auf Mitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr Flintbek zum Gemeindewehrführer gewählt. Leider tritt Martin Postler zur Mitgliederversammlung im März 2011 aus gesundheitlichen Gründen nicht nur als Gemeindewehrführer sondern auch als Stellvertretender Ortswehrführer zurück. In einer Neuwahl wird der bisherige Gruppenführer Sven Meyer zum Stellvertretenden Ortswehrführer gewählt. Bericht: Martin Postler und Kirsten Jurgeleit
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